Mittwoch, 12. Oktober 2011

Mein blauer Einkauf,
mein grüner Einkauf

Farbpsychologie. Ja, davon hatte ich schon gehört. Farben beeinflussen die Gefühle, und die Werbung macht sich das zunutze, um Begehrlichkeiten nach gewissen Produkten zu wecken.

So weit war mir das klar. Ich hatte aber noch nie darüber nachgedacht, was dies in meinem Alltag bedeutet. Das habe ich nun nachgeholt in einem kleinen Feldversuch. Ich bin offenen Auges durch den Supermarkt gegangen, explizit nach Farben Ausschau haltend. Außerdem habe ich zu Hause alles herbeigeräumt, was ich finden konnte an blau verpackten Produkten und an grünen Produkten. Die Ausbeute sieht so aus:


Die blaue Gruppe enthält Mineralwasser, Papiertaschentücher, eine Nussmischung, Shampoos, Joghurt, Camembert, Streichkäse, Feinwaschmittel, eine Tüte Fruchtgummi und Seife.

Die grüne Sektion: Neben Pflanzendünger und Waschmitteltaps sind hier eine Packung Haar-Coloration zu sehen, eine Rolle Mülltüten, eine Tüte Parmesan, eine Fleischwurst und eine Salatgurke.

Ein bisschen spärlich, nicht wahr? Ich hätte wetten können, ich hätte viel mehr Grünes im Haus. Ich meine kein Gemüse, kein ohnehin von der Natur grün erschaffenes Erzeugnis wie Kohlrabi, Paprika oder Blattsalat. Ich meine grüne Verpackung. Sollte es davon nicht mehr geben heutzutage, wo sich alles und jedes mit dem Stempel „öko“ versieht?

In der Tat ist Grün die Symbolfarbe für die Natur. Wir assoziieren Pflanzen, Jugend (im Sinn von Wachstum), Ruhe, Beständigkeit  – draußen. Grün schafft Vertrauen und Wohlbefinden. Allerdings kommt es auf die Schattierung an. Ein dunkles, eher blaustichiges  Grün vermittelt Kompetenz (ideal für Banken) oder Gesundheit (in der Kombination mit Weiß); einen Tick zu hell oder zu gelblich geraten, denken wir dagegen an Umweltschutz.

Viele Verpackungen nutzen diese Assoziation. Wir sollen ja gerade ein gutes Gewissen bekommen beim Kauf gewisser Waren, weil wir sie für umweltverträglich halten. Erfolgreich ist auch die Strategie, auf dem Etikett die Farbe abzubilden, die sich im Packungsinneren befindet. Folglich sind Dosen mit Bohnen und Erbsen überwiegend grün gehalten. Auch verzichtet wohl keine Kosmetikmarke auf hellgrüne Akzente auf der Tube, wenn die Handcreme Kamille enthält.

Überhaupt sind die Regale mit den Cornichons und dem Grünkohl im Glas jene Sektion, die im Supermarkt am konsequentesten durch grüne Gleichförmigkeit auffällt. Sonst ist Grün eher in kleineren Akzenten zu finden. Sparsam eingesetzt und dunkel genug, vermag es die Aufmerksamkeit anzuziehen. Dagegen als Hauptfarbe und großflächig eingesetzt, habe ich Grün selten bemerkt. Mir fallen als Sortiment hier nur die „Du darfst“-Produkte ein, die „Nutrisse“-Coloration (s. Foto) und die „Fructis“-Haarpflegeserie.

Ein empfehlenswerter grüner Farbton für Assoziationen nach Bodenständigkeit und Seriosität

Meinem Empfinden nach hätte ich vor meiner kleinen Recherche die Verhältnisse genau umgekehrt eingeschätzt. Dass einem aber weit mehr Blau als Grün begegnet, hätte ich nicht gedacht. Doch es stimmt – Blau an jeder Front, quer durch die Produktpalette, ob es sich um Lebensmittel handelt, um Körperhygiene, Putzmittel oder um Firmenlogos jeglicher Art, vom Reinigungsunternehmen bis zur Versicherung.

Den Erfolg verdankt das Blau seiner (fast) durchweg positiven Assoziation. Wir mögen diese Farbe, weil es uns stammesgeschichtlich in die Gene geschrieben ist, dass Blau die Abwesenheit von Gefahr bedeutet. Wir erhalten das Signal: „Alles in Ordnung – Entspannung.“ Blau steht für Beständigkeit, für Treue, für Ruhe und Frieden, aber auch für Weite, Ungebundenheit und in der heutigen Zeit für Freizeit.

Ein postkartenblauer Himmel und eine ebenso tiefblaue See sind das Markenzeichen für Erholung, für Fernweh und Ferienfreuden. Ohne dies kommt kein Urlaubskatalog aus.

Mit Weiß vermischt zu Hellblau werden besonders die Bedürfnisse nach Leichtigkeit und Frische angesprochen. Es ist kein Zufall, dass viele Light-Produkte, die mit kalorienreduziertem Inhalt werben, in Hellblau gehalten sind, oft zusätzlich mit weißen Accessoires. Mein Joghurt, mein fettarmer Camembert und mein Schmierkäse auf dem obigen Foto gehören zu dieser Gruppe. Beim Mineralwasser in der blautransparenten Flasche wird auf Kühle und Erfrischung gezielt und beim Feinwaschmittel und bei der Seife wiederum auf leichte Inhaltsstoffe und Verträglichkeit.

Doch wie schon beim Grün kommt es auf die richtige Mischung an. Denn gerade bei den Lebensmitteln kann ein falsches Blau auf dem Etikett ins Gegenteil umschlagen. In der Natur ist Essbares nun mal selten in dieser Farbe zu finden, daher vergeht uns schnell der Appetit bei ungünstigen Farbkombinationen. So wäre es zumindest heikel, ein Glas Gewürzgurken mit einem blauen Deckel zu versehen, und nicht umsonst sind Restaurants in allen möglichen Farben gestrichen, nur nicht in Blau, da in solcher Umgebung die Gesichter leicht kränklich wirken können und das Essen auf dem Teller ungenießbar oder wenigstens unattraktiv.

Mit dunklem Blau – Marineblau – hinwieder macht man alles richtig, sofern man Kompetenz, Qualität und Vertrauen ansprechen will. Man denke an Businessblau. Im dunkelblauen Anzug mit passendem hellblauem Hemd ist der Geschäftsmann immer korrekt gekleidet. Inzwischen gilt dieser Farbton sogar als derart typisch, dass er mit Männlichkeit gleichgesetzt wird. In der Hygieneindustrie spiegelt sich das wieder in Schuppenshampoos und Männercremes. Sie werden gern in (dunkel-) blauen Behältnissen angeboten. Oder anders gefragt: Würde ein Mann so ein Produkt kaufen, wenn die Flasche Pink wäre? Auch mein Shampoo auf dem obigen Gruppenbild ist so ein Schuppenshampoo.

Straßenbahn mit Werbelackierung

Versicherungen, Vereine, politische Parteien, kurzum Gruppen, deren Image auf Vertrauenswürdigkeit fokussiert ist, treffen ebenfalls eine gute Wahl, wenn sie sich für Blau im Logo entscheiden. Es darf sogar ein auffälliges Mittelblau sein. Wir finden diese Farbe trotzdem sympathisch; wir denken, was wir denken sollen: „Hier hat jemand Ahnung, hier werden Versprechen gehalten.“

Es sei denn, jemand hat schlechte Erfahrungen mit einem bestimmten Farbton gemacht. Dann wird seine negative Erinnerung das positive Image zunichte machen, denn Farbassoziationen sind unabhängig vom Verstand und vom Wissen; sie laufen automatisch ab. So wird überall auf der Welt, jenseits von Sprache und Lebenssituation, Grün mit Natur gleichgesetzt und Blau mit Entspannung. Dieser Vorgang ist, wie gesagt, physiologisch bedingt. Andere Assoziationen betreffen kulturelle Vereinbarungen, zum Beispiel Farben, die Trauer symbolisieren. Bei uns ist dies bekanntlich schwarz. Und zu guter Letzt gibt es noch die individuellen Erfahrungswerte; sie bestimmen unsere ganz eigenen Vorlieben und Absagen. Unsere Urteile können daher von der Massenmeinung abweichen.

Auf meinem kleinen Rundgang ist mir solch eine abträgliche Assoziation begegnet: die Fructis-Shampooflaschen. Mit ihrem grellen Mittelgrün bewirken sie bei mir keinerlei Kaufreiz, sondern Kopfjucken. Ich assoziieren die Flüssigkeit mit aggressiv, unangenehm für die Kopfhaut. Das haben die Werbeleute ganz sicher so nicht beabsichtigt. Aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe. Junge Menschen mögen reine, oft knallige Farben. Daher sollen sie sich (nicht reifere Semester) von dieser auffälligen Verpackung angesprochen fühlen. Ältere Erwachsene bevorzugen Farbtöne mit hohem Weißanteil, zum Beispiel Pastell. Wir kaufen also Shampoo in anderen Flaschen. Und es stimmt, ich habe nachgeschaut: Die meisten meiner Pflegeprodukte verschmelzen geradezu harmonisch mit den hellen Fliesen in meinem Bad. 

Ist es bei euch auch so?

Kommentare:

  1. Nein! Bei mir ist das nicht so! Meine Einkäufe sind kunterbunt und ich greife auch nicht aus Vorliebe für bestimmte Farben zu bestimmten Verpackungen.
    L.G. Anja


    Bei mir ist das auch nicht so. Ich sehe Farben eh nicht so wie ihr Menschen. Eins habe ich auf jeden Fall gelernt, die Farbe rotbraun in Verbindung mit langhaarigem Fell und kurzen Dackelbeinen verbinde ich mit aggressiven Kampfdackeln.

    Schwarz, die Farbe der Trauer, bei euch Menschen, verbinde ich mit Freundlichkeit, zumindest bei meinen Hundekumpels!
    L.G. Diva

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  2. Also bei mir ist es auch ziemlich bunt. Ich habe gerade mal nachgeschaut, was ich so an Putzmitteln habe. Wenn man auf die Werbung hört, braucht man ja nur 1 Mittel für alles. Oh, wie langweilig. Ich habe einen ganzen Unterschrank in der Küche voller Putzmittel in allen möglichen Farben. Orange, blau, grün, gelb, schwarz, weiß und silber. Manche fristen ein trostloses Dasein, weil ich sie nicht benutze. Sie sind eigentlich nur nett farbig.
    Ich liebe buntes Geschirr. Bei einem bekannten Kaffeeröster gab es Gedecke in Orange, rot und anderen Farben. Die habe ich gekauft. Brauchte ich eigentlich nicht. Wir sind nur noch zu Zweit. Unser neues Badezimmer ist ganz dezent in beige und braun gehalten. Das sieht aber zu "vornehm" aus. Deshalb: Gästehandtücher in 9 verschiedenen Farben, eine Badematte in knallorange und 4 Plastikflaschen mit Duschgel in bunten Dschungelfarben. Das Duschgel benutzen wir nicht, es wurde nur wegen der darauf abgebildeten Aras gekauft.
    Mein Haarschampoo suche ich nach dem Preis aus, also was gerade im Angebot ist. Da gibt es auch schon mal Sachen von Fructis.
    Merkwürdigerweise habe ich viele Anziehsachen in blau. Ich weiß aber nicht, warum das so ist. Etwas Grünes besitze ich nicht.

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  3. Ich habe auch noch mal nachgeschaut. Die Putzecke ist auch bei mir die bunteste.

    Wenn ich ein bestimmtes Produkt suche für ein spezielles Problem, dann ist mir die Farbe der Verpackung egal. Aber oft hat man ja die Wahl. Mir ist einmal der Fehler unterlaufen, dass ich zu einer transparenten Sprühflasche mit gelbem Inhalt gegriffen hatte. Zitronengelb sollte das wohl sein und Frische suggerieren. Ich aber musste mich jedes Mal fragen, warum ich mit diesem pi...gelbem Zeug hantiere. Irgendwann war ich so entnervt, dass ich den Rest weggeschüttet habe. Ich konnte es einfach nicht mehr sehen.

    Deshalb kommt auch keine bunte Flüssigseife auf mein Waschbecken, es sei denn, sie ist blau. Ich mag Farbe, auch kräftige, aber nur in Maßen. Ein paar auffällige Handtücher sind okay, doch sollten dann nicht auch noch die restlichen Tuben und Töpfe in Konkurrenz dazu treten. Mich ärgert es, dass meine Hautcreme einen knallroten Deckel hat. Der passt ganz eindeutig nicht in mein Bad. ;-) Die Marke ist aber nun mal unschlagbar preiswert.

    In meiner Jugend habe ich viel Buntes getragen. Meist die Socken passend zum Benneton-Sweat-Shirt. Blaue Schuhe waren ein Muss. Heute habe ich längst aufgegeben, danach zu suchen. Schwarz tut's auch. Grün hatte ich schon früher viel an Kleidung, heute ist es weniger geworden, ist aber immer noch mehr als Blau.

    Jeder hat wohl so seine Sektion, wo er schwach wird und gegen die Vernunft handelt. Was deine Gedecke sind, Cora, ist bei mir Bettwäsche. Da bin ich mehr als gut ausgestattet und muss mich zurückhalten, dass ich gar nicht erst in die Bettenabteilung im Kaufhaus gehe.

    Tja, Diva, dass du rotbraune Dackel nicht magst, kann ich verstehen. Ich finde Schwarz auch viel schöner. Viele Leute finden Schwarz ja dämonisch. Deshalb mögen sie keine rein schwarzen Kater. Ich kann mit diesem Vorurteil nichts anfangen. Im Gegenteil, ich finde komplett Schwarz elegant.

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  4. Ich bin durch die "Max"-Seite auf diese tolle HP "gestoßen" und finde das Thema sehr interessant.
    Nun habe ich mal eben in mein Badezimmer geschaut, und es stimmt, meine Shampoos, Deo-Stifte, Duschgels und Bodylotions sind alle in einer hellen / pastelligen Verpackung.
    Die Pflegeprodukte meines Gatten sind witzigerweise alle blau (ebenfalls verschieden Hersteller).
    In meinem Putzschrank ist es auch "bunt" gemischt.
    Ich mag blau in allen Farbschattierungen und greife immer wieder zu der Farbe, z.B. beim Pullover- Jackenkauf aber auch wenn ich Wolle kaufe.
    Nun kann ich gar nicht sagen, ob das "bewußt" geschieht oder weil ich weiß, dss ich die Farbe gut zu meinen blauen Augen und blonden Haar passt?
    Schwarz mag ich auch sehr, darum habe ich auch dafür gesorgt, dass der Neuwagen meines Gatten nicht silber sondern schwarz ist.
    Bei Hunden habe ich keine spezielle "Fell-Vorliebe" unser Beagle ist tricolor, somit sind die Farben schwarz, weiß und braun vertreten.
    Liebe Grüße,
    Mona

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  5. Hallo Mona,

    schön, dass du dich hierhin "verirrt" hast. Neue Leser sind sehr willkommen. :-)

    Früher waren meine Jacken auch (fast) alle blau; sie mussten ja zu den blauen Schuhen passen. Seit ich schwarze Schuhe trage, sind auch die Jacken schwarz. Man hat halt seine Lieblingsfarben. Manchmal verändert sich der Geschmack im Laufe der Jahre.

    Bei meiner Recherche zu diesem Artikel habe ich gelesen, dass Kinder reine Farben bevorzugen (Blau, Rot, Grün, Gelb wie aus dem kleinen Tuschkasten), Jugendliche und junge Erwachsene mögen extravagante Farben (Himbeerrot, Türkis), je älter man wird, desto mehr Weiß kommt dazu (Hellblau, Rosa) und ganz alte Leute wiederum mögen dunkle Farbe wie Grau, Schwarz, Braun.

    Bin ich also mit meiner Vorliebe für schwarze Jacken schon am Ende angekommen? *schluck* :-)

    Blaugrün, die Putze vom Max, die hier endlich mal selbst bestimmen kann, wo's langgeht, ohne dass was Grüne dazwischenquatscht.

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  6. Das ist wirklich sehr interessant!
    Wir haben z.B ein blaues Ledersofa, blaue Jaulousien im Schlaf- Arbeitszimmer, in der Küche eine blaues-cremefarbendes Service, unser Badezimmer ist hellblau, dazu passenden blaue Handtücher, irgendwie bestimmt die Farbe blau doch auch unseren Alltag.
    Mein Geschmack zur Jackenfarbe hat sich auch geändert, im Winter sind meine "Outdoorjacken- Hundejacken" auch schwarz, ich trage schwarze Stiefel und meine Handtaschen sind (bis auf zwei Ausnahmen) auch schwarz.
    Ob das etwas mit dem Alter zu tun hat?
    Auf jeden Fall ist die Farbe "praktisch" man sieht nicht gleich jeden Schmutz drauf und und sie passt fast überall zu.
    Grau mag ich auch sehr gerne, muss ja nicht immer dunkel sein, ich habe z.B. eine hellgraue Baumwolle hier liegen, aus der ich mir undbedingt noch einmal einen Strickmantel stricken will, die Farbe ist wie schwarz - die passt überall zu.
    Ich glaube mein Mann würde Produkt für sich kaufen, das in pink verpackt ist..... :-)
    Und mit den Fructis-Shampooflaschen geht es mir wie Dir, die Farbe annimiert mich nicht zum Kauf im Gegenteil, auch wenn der Inhalt qualitativ hochwertig sein mag, ich lasse sie stehen.
    Viele liebe Grüße auch an die "Grünen" :-)
    Mona

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  7. Als Kind war meine Lieblingsfarbe Rot. Alles musste rot sein, vor allem der Roller, das Fahrrad. Später habe ich mich mal mit Freunden darüber unterhalten, und bei ihnen war es genauso. Wir kamen zu dem Schluss, dass vermutlich Roller in anderen Farben gar nicht hergestellt wurden. :-)

    Dass Blau dann zu meiner Lieblingsfarbe wurde, hat sicher mit dem Alter zu tun. Blau ist nicht die erste Wahl bei Kindern. Ich mag aber auch andere Farbtöne, z. B. Himbeerrot, Lachsrosa, Türkis, Mint und überhaupt alle Lilatöne. Allerdings eine Winterjacke in einer dieser Farben würde ich mir nicht aussuchen, dagegen ein paar auffällige Kissen zum dunklen Sofa oder Handtücher in der Farbe, das finde ich ganz schön. Grau ist eine gute Farbe für Hosen und Jacken, ebenso Schwarz und Dunkelblau. Man kann dann ja ein bisschen Farbe beim Pullover oder T-Shirt dazutun.

    Die Zeiten, als ich eine selbst gemachte Strickjacke mit asymmetrischen Farbfeldern in Pink, Blau, Lindgrün und noch was trug, sind lange vorbei. Solche Mode-Eskapaden gehörten in die 80er Jahre. Seitdem geht’s bei mir gedeckter zu. Nur in den 90er Jahren, in der Zeit der extrem farbigen Brillenmode, hatte ich eine Brille in Lilatönen und eine in grell Grün mit lila Einsprengseln. Wenn man das so schreibt, müssen ja alle denken, die diese Zeiten nicht aus eigener Anschauung kennen, wir hätten sie nicht alle gehabt. Heute muss es nicht mehr ganz so schrill sein, doch trotzdem, finde ich, sah es damals gut aus – damals. Seitdem sind alle meine Brillen … rot. :-)

    Womit ich gar nichts anfangen kann, ist Braun und Gelb. Gegen beide Farben habe ich eine Aversion, kann allerdings bei anderen durchaus anerkennen, dass ihnen gewisse braune Jacken oder gelbe Schals gut stehen. Es kommt halt immer darauf an, was für ein Typ jemand ist. Ich habe schon die schrecklichsten Klamotten gesehen, aber am richtigen Träger sahen sie klasse aus.

    Übrigens habe ich noch nie blaue Möbel besessen, kein blaues Sofa und auch keine blauen Jalousien. Das liegt aber nur daran, dass meine Wände blau sind: hellblau, eigentlich ein heller Lilaton. Dazu passen dann eben silberne Jalousien und ein schwarzes Sofa. Man soll’s ja nicht übertreiben mit der Lieblingsfarbe, nicht wahr?

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  8. Huhu Liebe Blau-Grün,
    an die Pullover mit diesen Farben kann ich mich auch noch gut erinnern......ich bin Jahrgang 67 :-)
    Was die Farbe braun betrifft, stimme ich mit Dir überein, ich mag die Farbe überhaupt nicht (nur beim Beagle und bei Diva mag ich sie leiden).
    Irgendwann habe ich mir mal eine braune Handtasche gekauft, weil ich das Material und die Form so toll fand, OBWOHL ich wußte, dass ich sie nie tragen würde......aber ich MUSSTE sie haben(das Modell gab es nur in braun).
    Naja, ich habe sie dann einer Freundin geschenkt, die sie heute noch trägt.
    Gelb mag ich dafür sehr gerne, bis auf das Bad sind unsere Wände vanillegelb gestrichen und im Sommer trage ich viele gelbe Oberteile. Die Farbe verbinde ich mit Sonne, Wärme, Sommer.
    Ich habe gar nichts in der Farbe im Schrank.....mein Mann ist schon seit Jahrzehnten Fan vom FC ST Pauli, die haben die Farbe braun u.a. in ihren Vereinsfarben.
    Nun haben wir ein braunes Sofakissen (frau muss ja auch mal Kompromisse eingehen) und ich habe ihm einen Pullover in braun - weiß gestrickt.
    Er mag die Farben, aber die Geschmäcker sind zum Glück verschieden :-)
    Oh schon wieder ein kleiner Roman....
    Also liebe Grüße an Dich und an die beiden "Grünen"
    Mona

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  9. Kompromisse schön und gut, aber ein braunes Sofakissen? ;-)

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  10. Tja, was solle ich sagen :-))))?
    Es ist ja für den Göttergatten nicht "irgendein" Sofakissen sondern eins mit dem St.Pauli - Logo......
    Dafür "meckert" er auch nicht, dass der Esstisch bei Nichtgebrauch für Stricknadeln, Wolle usw her halten muss...:-)

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  11. Okay, so gesehen ...

    Man ist ja schon froh, wenn's nicht auch noch die Vereinsbettwäsche sein muss. :-)

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  12. Nö, abgelent, genau wie der Toaster, der "Totenköpfe" in die Toastscheibe toastet!!!!

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  13. Watt? So was gibt's? Toaster, die Totenköpfe ins Brot brennen? Muaaahhh ... ich brech ab!

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  14. www.fcstpauli-shop.de
    Unter Zubehöhr / Essen Trinken Rauchen :-))

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  15. Edit:
    Meine Tastatur hat scheinbar ein Problem mit dem "h".
    Erst fehlt eins, dann ist eins zuviel, peinlich *schäm*

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  16. Ich schmeiß mich weg.

    Aber ich glaube, diesen Toaster könnte ich besser verkraften als ein braunes Sofakissen. Der ist wenigstens originell - und er könnte tagsüber im Schrank verschwinden. ;-)

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  17. Dass in meinem Kleiderschrank alle Blautöne vertreten sind, weiß ich. Sie werden nur (jetzt im "Alter") dünkler. Bei schwarz bin ich allerdings noch nicht angelangt - ich finde, darauf sieht man die weißen Haare meiner Beagles zu gut. Meine großen Söhne finden schwarz cool und mein Mann findet dass es schön schlank macht. *g*

    Vorbei an teilweise (dunkel)blau gestrichenen Wänden - kombiniert mit einem warmen Gelbton übrigens - habe ich jetzt auch die Kastln inspiziert:
    Hmmm... Ich bevorzuge anscheinend keine bestimmte Farbe. Ich lasse mich mehr von der allgemeinen (ansprechenden) Aufmachung einer Verpackung beeinflussen - und was draufsteht, und drin ist.
    Geschirr kaufe ich übrigens am Liebsten wenn wenigstens ein kleiner Blauanteil darauf zu finden ist...
    ... Meine Lesebrillen sind auch beide rot! Rot ist sehr schön - passt nur überhaupt nicht zu Haut, die zu Sonnenbrand neigt. *g*

    LG, Klarissa
    (blaue Jean, blaue Socken - rotes T Shirt)

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  18. @Blaugrün:
    Möchtest Du morgens einen Totenkopf in Deinem Toast haben - ich nicht :-)))?
    Dann "übersehe" ich lieber das braune Sofakissen......
    Lachende Grüße Mona

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  19. @ Klarissa. Ich find‘s toll, dass hier so viele losziehen und daheim in Schränken und Kästen nachgucken, wie es bei ihnen mit der Farbverteilung bestellt ist. ;-) Ich find's sehr interessant.

    Ich ziehe als (nicht repräsentativen) Schluss, dass es zumindest beim Kauf der Putzmittel recht bunt zugeht. Dabei lässt man sich vermutlich am ehesten auf Kompromisse ein, selbst wenn man sonst viel ausgeprägtere farbliche Prioritäten hat.

    Ich gehöre übrigens auch zur Sorte Mensch, deren Haut unter Sonneneinstrahlung eine interessante Pinkfärbung anzunehmen pflegt – oder sich gleich einen Sonnenbrand einfängt. Die roten Brillen haben dabei noch nie gestört. Irgendwie passt das trotzdem zusammen. Meine beiden aktuellen Brillen sind aber auch zur Hälfte schwarz. Vielleicht gibt das den nötigen seriösen Kontrast. :-)

    @ Mona. Nun, in diesem Fall würde ich tatsächlich die Totenköpfe im Toastbrot vorziehen. Ich schmiere ja Margarine drauf und futtere sie weg. Ich bilde mir ein, dies ist auf die Dauer schonender, als jedes Mal, wenn ich im Wohnzimmer bin, aufs braune Kissen zu gucken. Aber du hast natürlich Recht: Ohne Kompromisse geht es nicht. Und manchmal muss man einfach nur dankbar sein, weil es ja auch viel schlimmer kommen könnte (Stichwort Bettwäsche).

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  20. Farbenfroh ist doch super. Blau, Grün...passt!

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