Mittwoch, 26. Oktober 2011

Serviceparadies Deutschland

Lachhaft

Höflichkeit schön und gut, und irgendwann hat uns Deutschen wohl mal einer gesagt, dass wir eine Servicewüste seien, doch wenn es darauf hinausläuft, dass ich bei jedem Einkauf an der Kasse erst mal persönlich begrüßt und obendrein gefragt werde: "Sammeln Sie Payback-Punkte?", dann wünsche ich mir die Zeiten zurück, als man noch stumm und unbehelligt durch den Supermarkt kam. 

Was ist euch lieber? So wie's früher war oder das heutige Begrüßungsritual?

Kommentare:

  1. Mir ist am liebsten, eine stinknormale Höflichkeit!
    Die Punktesammelei, geht mir auf den Keks, aber stumm, finde ich auch nicht schön. Ein freundliches Guten Tag sollte schon drin sein!
    L.G. Anja

    AntwortenLöschen
  2. Ich besitze keine einzige Kundenkarte- mir ist viel zu unklar, was mit den gesammelten Daten passiert.
    Besonders "nervig" finde ich die Fragerei nach einer Kundenkarte u.a. bei Tchibo. Bei jedem Einkauf wird nach einer Karte gefragt und bei Verneinung wird versucht, eine Kundenkarte zu verkaufen -mich nervt das-.
    Genauso bei der Post ich gebe ein Paket ab und werde gefragt, ob ich den Stromanbieter wechseln möchte -nein, NUR das Paket abgeben....
    Im Zeitungsladen begrüssen die Inhaberin und ich uns per Nachnamen und die neu erschienen Strickhefte liegen schon seperat zur Ansicht parat.
    Überall anders sage ich "Hallo" oder Guten Tag.
    Viele Grüße
    Mona

    AntwortenLöschen
  3. Für die Kundenkarten habe ich ein eigenes Täschchen bekommen weil meine Geldbörse sonst geplatzt wäre... Ich gehe soooo gerne mit Gutscheinen einkaufen die man dadurch immer wieder bekommt *verlegen rot werd*.

    Trotzdem möchte ich nicht ununterbrochen an diverse Vorteile erinnert werden. Natürlich geht mir das dann auch auf den Wecker. Oder Keks. Hmmm...Also irgendwie schwierig mit mir,gell. *g*

    Eine freundliche, nicht zu aufdringliche Begrüßung wäre mir angenehm. Und vom Punktesammeln sollte nur dann gesprochen werden - wenn ich vergessen habe dass ich meine Karte zücke. WENN ich dort eine Karte habe. Von überall will ich sie aber gar nüscht (was das Personal nicht wissen kann) und so haben wir das Dilemma. *örks*
    Hmm...Die Sachen mit Strom und Gas regelt zum Glück mein Mann.

    Liebe Grüße aus Österreich,
    Klarissa

    AntwortenLöschen
  4. Vielleicht ist es bei euch anders, aber hier hat sich das Ritual, das ursprünglich wohl mal eine besondere Kundennähe herstellen sollte, zu einer leeren Hülle entwickelt. Die Angestellten leiern nur noch ihre Sprüche ab, hören aber nicht immer zu. Sie bedanken sich z. B. ganz automatisch für die Rückwünsche, die aber niemand ausgesprochen hat. So was stört mich dann doch, zumal ich als Kunde ja involviert werde, weil man als höflicher Mensch nicht einfach schweigen kann, sondern irgendwie daran teilnehmen muss, um nicht meinerseits zu brüskieren.

    In kleinen Läden wie beim Bäcker oder im Schreibwarengeschäft empfinde ich die Begrüßung noch als natürlich und normal - aber im Supermarkt? Nä! Ich muss an der Fleischtheke hallo sagen und mich für den schönen Tag bedanken, an der Käsetheke ebenfalls und am Schluss noch mal an der Kasse. Das ist mir zu viel leeres Geblubber.

    Warum man in manchen Geschäften penetrant nach der Rabattkarte gefragt wird, ist mir auch nicht so ganz klar. Okay, die Ladenketten wollen an die Kundeninformationen und die Kassiererin muss es ausbaden, aber merken die denn nicht, dass das nervt und auf die Dauer vielleicht eher ins Gegenteil umschlägt? Wer so eine Karte besitzt, wird ja wohl in der Lage sein, sie beim Bezahlen gleich mit auf den Teller zu legen, oder nicht? Ich habe jedenfalls noch nie erlebt, dass jemand auf die Frage geantwortet hat: "Oh ja, gut, dass Sie mich daran erinnern, das hätte ich doch glatt vergessen."

    Am allerschlimmsten aber finde ich meinen örtlichen Auffüller für die Druckerpatronen. Dort wollte man nach dem Bezahlen meinen Namen und meine Adresse haben. Als ich antwortete, ich hätte bar bezahlt und ich würde beim Bäcker auch nicht meine Personalien angeben, nachdem ich Kuchen gekauft hätte, kam die jaulende Begründung: "Mein Chaf hat mir angewiesen, dass ich die Kunden danach fragen soll."

    Das nenne ich wirklich dreist.

    AntwortenLöschen

Gern. Sag was dazu, danke dafür