Montag, 29. Juli 2013

Blau die Tassen!

Vielleicht sind die sommerlichen Temperaturen nicht gerade angetan, um Appetit auf dampfenden Kaffee oder Tee zu machen, aber andererseits - so eine kleine Tässchenpause geht doch immer, oder?

Für mich haben blaue Tassen einen besonderen Reiz. Ich trinke ungern aus Behältnissen, die mir farblich nicht zusagen. Blau gefällt mir fast immer, einerlei ob als Grundton oder als Muster. Andern Leuten scheint es ähnlich zu gehen, jedenfalls habe ich eine Menge toller Tassen-Fotos im Netz gefunden. Eine kleine Auswahl möchte ich euch zeigen.

Es geht los ganz klassisch. Blaue Tasse mit Keks:

 Sarah Macmillan
Ton in Ton:

Judy van der Velden
Gediegenes Design. Wie bei Oma:

 Ghita Katz Olsen
Summer-Feeling:

 Klaus Ottes
Ein anderer Blauton:

 Abbey Hendrickson
Mal nicht die Tasse in Blau, sondern allein der Untergrund. 
Ein grandioses Foto, nicht? 

 Shinsaku
Eine weitere Variante:

 Kara Harms
Jetzt kommt Bewegung ins Spiel:

 Ben Barnes
 Gleich noch mal, nur mit anderem Inhalt:

 Gioia de Antoniis
Umgekehrt geht's auch, weiß die Tasse, blau das Getränk:

 Dennis Skley
Wieder mit Seegang:

 igorms
He he he.
Dazu sag ich nix:

 Denise Cortez

Samstag, 30. März 2013

Sonntag, 3. März 2013

Matschblaues Denken

Ich hänge eindeutig zu viel im Netz herum. Wie viele Jahre bin ich nun schon online, schaue Filme auf YouTube und zoome mit der +-Taste auf jede Knitterfalte, falls sie mich interessieren sollte?

Die digitalen Möglichkeiten sind faszinierend. Dadurch verpasst man (fast) nichts mehr. Irgendjemand hat bestimmt die uralte Fernsehserie aus meinen Kindertagen eingestellt, die ich schon immer mal wiedersehen wollte. Sportereignisse lassen sich auf den spannendsten Moment reduzieren und wiederholen, immer und immer wieder, so oft und so lange man Lust darauf hat. Gut bewährt hat sich auch das Speichern bei Computerspielen. So mildert man unschöne Überraschungen, falls der liebvoll aufgelevelte Held in eine Falle tappen sollte und die gesammelten Punkte dahin sein würden oder der Held gar tot wäre. Man verlässt einfach den misslichen Zustand, ruft den gespeicherten Spielstand erneut auf, und schon geht das Leben weiter, als wäre nichts geschehen.

Eigentlich eine feine Sache – wenn da nur nicht die Gewohnheit wäre. Das Gehirn macht sich ja vieles schnell zu eigen, besonders wenn's der Bequemlichkeit dient. Neulich hörte ich in der Küche Radio beim Kochen. Ein interessanter Bericht kam. Ich spitze die Ohren. Leider waren ein paar Sätze unkenntlich zernuschelt, weil gerade das Fett in der Pfanne aufgezischte. Ich fand das nur im ersten Moment ärgerlich. Dann dachte ich: Macht ja nichts, spule ich eben schnell zurück.

Öhm ... peinlich
Ich gebe es zu, dieser Gedanke war mir gleich darauf sehr unangenehm. Verwechsele ich nun schon die virtuelle Welt mit der Realität?

Nun, vielleicht nicht verwechseln, das wäre der falsche Begriff, aber Liebgewonnenes aus der einen Welt möchte mein Unterbewusstsein offenbar in der andern Welt nicht mehr missen. Das ist mir endgültig klar geworden, als ich vorgestern eine Colaflasche aufdrehte. Eben noch war alles in Ordnung gewesen, plötzlich klebten lauter braune Spritzer auf meinem hellen T-Shirt. Und wieder war mir der Gedanke durchs Gehirn geschossen, bevor ich ihn entrüstet von mir weisen konnte: zurückspulen, noch mal von vorn anfangen, diesmal den Deckel langsamer drehen.

Jetzt frage ich mich: Muss man mit so was leben? Sind das die Kinderkrankenheiten des digitalen Nutznießes, oder bin nur ich individuell so entartet? Noch habe ich allerdings nicht versucht, ein sündig verspeistes Stück Sahnetorte per Reset-Knopf zu annulieren. Das lässt mich wiederum hoffen. 

Foto:  Morguefile